Corona-Virus

Vorsorge und Rat

Vorsorge und Rat zu Covid-19: Das Coronavirus kann nur gestoppt werden, wenn sich ALLE an die Richtlinien der Behörden halten. Rai Südtirol fasst die wichtigsten zusammen. Sie betreffen vor allem die Vorsorge.
In Hörfunk und Fernsehen berichten wir ausführlich.

Zunächst die wichtigsten Hinweise:
Patienten mit grippeähnlichen Symptomen dürfen NICHT in die Praxis von Ärzten, ins Ambulatorium, in die Apotheke oder in die Erste Hilfe.

BITTE AUSSCHLIESSLICH TELEFONISCH DEN HAUSARZT KONTAKTIEREN.

ALLEN Bürgerinnen und Bürgern wird geraten, folgende HYGIENERICHTLINIEN zu beachten, um einer Infektion mit Covid-19 vorzubeugen:

• häufiges Händewaschen
• den nahen Kontakt mit Personen, die an akuten Atemwegsinfekten leiden, meiden,
• Keine Umarmungen, kein Händeschütteln!
• bei sozialen Kontakten einen Abstand von mindestens einem Meter einhalten
• Niesen und/oder husten unbedingt in ein Taschentuch oder in die Armbeuge
• die gemeinsame Benutzung von Flaschen und Gläsern ausschließen
• sich nicht mit den Händen in die Augen, Nase oder Mund fassen
• ohne ärztliche Verschreibung keine antiviralen oder antibiotischen Medikamente einnehmen
• Oberflächen regelmäßig mit Desinfektionslösungen reinigen
• Nur dann eine Maske tragen, wenn der Verdacht auf eine Erkrankung besteht oder erkrankte Personen gepflegt werden.

Hier einige Links zu den Internetseiten der Behörden:

http://www.provinz.bz.it/sicherheit-zivilschutz/zivilschutz/coronavirus.asp?somefaq_page=7
https://www.sabes.it/de/news.asp?aktuelles_action=4&aktuelles_article_id=635496
https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/NCOV2019/FAQ_Liste.html


Fragen und Antworten
(Informationen: Robert-Koch-Institut, Berlin)

Wie wird das neuartige Coronavirus übertragen?

Das neuartige Coronavirus ist von Mensch zu Mensch übertragbar. Der Hauptübertragungsweg ist die Tröpfcheninfektion. Diese Übertragung kann direkt von Mensch zu Mensch erfolgen, wenn Virus-haltige Tröpfchen an die Schleimhäute der Atemwege gelangen.
Auch eine indirekte Übertragung über die Hände, die mit der Mund- oder Nasenschleimhaut sowie mit der Augenbindehaut in Kontakt gebracht werden, ist möglich. Es wurden auch Fälle bekannt, in denen sich Personen bei Betroffenen angesteckt haben, die nur leichte oder unspezifische Krankheitszeichen gezeigt hatten.
Wie viele Menschen sich mit dem neuartigen Coronavirus angesteckt haben und keine Krankheitszeichen zeigen, ist bisher unklar. Laut Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO und Informationen aus China spielt die Übertragung des Virus von Personen, die keine Krankheitszeichen zeigen, jedoch bei der Verbreitung des neuartigen Coronavirus keine größere Rolle.
Ob das neuartige Coronavirus auch über den Stuhl verbreitet werden kann, ist noch nicht abschließend geklärt. Für den Ausbruch in China scheint dieser Übertragungsweg nach Angaben der WHO jedoch keine Rolle zu spielen.
Wie lange dauert es, bis die Erkrankung nach Ansteckung ausbricht?
Derzeit wird davon ausgegangen, dass es nach einer Ansteckung bis zu 14 Tage dauern kann, bis Krankheitszeichen auftreten. Laut WHO beträgt diese sogenannte Inkubationszeit im Durchschnitt 5 bis 6 Tage.

Welche Krankheitszeichen werden durch das neuartige Coronavirus ausgelöst?

Eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus kann zu Krankheitszeichen wie Fieber, trockenem Husten, Schnupfen und Abgeschlagenheit führen, auch über Atemprobleme, Halskratzen, Kopf- und Gliederschmerzen und Schüttelfrost wurde berichtet. Einige Betroffene leiden an Übelkeit und Durchfall.
Die Krankheitsverläufe variieren stark, von symptomlosen Verläufen bis hin zu schweren Pneumonien mit Lungenversagen und Tod.

Wer ist besonders gefährdet?

Bei den bisher hauptsächlich aus China berichteten Erkrankungsfällen waren nach Informationen der WHO vier von fünf Erkrankungen mild. Bei einem Teil der Betroffenen kann das Virus zu einem schwereren Verlauf mit Atemproblemen und zu Lungenentzündungen führen.
Ein höheres Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf und Tod haben den Daten aus China zufolge Menschen über 60 Jahre und Menschen mit Grunderkrankungen, zum Beispiel Herzkreislauferkrankungen, Diabetes und Erkrankungen des Atmungssystems, der Leber und der Niere sowie Krebserkrankungen.
Bei Kindern scheint die Erkrankung laut WHO vergleichsweise selten aufzutreten und dann mild zu verlaufen. Schwere oder gar kritische Verläufe wurden nur bei einem sehr kleinen Teil der betroffenen Kinder und Jugendlichen beobachtet. Es ist mit den bisherigen Daten allerdings nicht möglich zu bestimmen, welche Rolle Kinder und Jugendliche bei Übertragungen spielen und ob sie generell weniger anfällig für das Virus sind.
Schwangere scheinen der WHO zufolge kein erhöhtes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf zu haben.

Wie kann man sich vor einer Ansteckung schützen?

Wie bei Influenza und anderen Atemwegserkrankungen schützen richtiges Husten und Niesen, eine gute Händehygiene sowie Abstandhalten zu Erkrankten (etwa 1 bis 2 Meter) auch vor einer Übertragung des neuartigen Coronavirus.
Auf das Händeschütteln sollte verzichtet werden.
Generell sollten Menschen, die an einer Atemwegserkrankung leiden, nach Möglichkeit zu Hause bleiben.


Ist das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes in der Allgemeinbevölkerung zum Schutz vor akuten Atemwegsinfektionen sinnvoll?

Wenn eine an einer akuten Atemwegsinfektion erkrankte Person sich im öffentlichen Raum bewegen muss, kann das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes (z. B. eines chirurgischen Mundschutzes) durch diese Person sinnvoll sein, um das Risiko einer Ansteckung anderer Personen durch Tröpfchen, welche beim Husten oder Niesen entstehen, zu verringern (Fremdschutz).
Für die optimale Wirksamkeit ist es wichtig, dass der Mund-Nasen-Schutz korrekt sitzt. Dieser muss eng anliegend getragen werden und bei Durchfeuchtung gewechselt werden. Während des Tragens sollte er nicht (auch nicht unbewusst) verschoben werden.
Lassen Sie sich von einer medizinischen Fachkraft beraten, ob diese Maßnahme in Ihrem konkreten Fall empfehlenswert ist, welche Maske für Sie geeignet ist und wie man die Maske richtig anlegt bzw. wechselt.
Hingegen gibt es keine hinreichenden Belege dafür, dass das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes das Risiko einer Ansteckung für eine gesunde Person, die ihn trägt, verringert. Nach Angaben der WHO kann das Tragen einer Maske in Situationen, in denen dies nicht empfohlen ist, ein falsches Sicherheitsgefühl erzeugen. Das kann dazu führen, dass zentrale Hygienemaßnamen wie eine gute Händehygiene vernachlässigt werden.